Igel sind nützliche und wertvolle Helfer im Garten. Da sie sich u.a. auch von Spinnen und Insektenlarven ernähren, tut jeder gut daran, ihnen einen guten Lebensraum zu schaffen. Sie können viel für den Igel tun, indem Sie ihm einen artgerechten Lebensraum im eigene Garten bieten. Wir haben die nützlichsten Tipps zusammengestellt und bieten ihnen außerdem ein kostenloses Faltblatt zum Bestellen an.
Gewähren Sie Igeln Durchgang in andere Gärten. Damit schaffen Sie ein ausreichend großes Revier. Verzichten Sie auf Gifte und Pflanzenschutzmittel. Dadurch sichern Sie die Nahrungsgrundlage des Igels. Belassen Sie Unterschlüpfe. In Hecken, Gartenhäuschen, unter Büsche, Laubhaufen, Komposthaufen, Holzstapel oder Steinhaufen zieht sich der Igel gern zurück. Richten Sie eine Wasserstelle, einen kleinen Gartenteich mit flachem Randbereich ein.
Der Igel gehört in Europa zu den "Ureinwohnern", die schon seit langem hier leben. Bei uns erfreut er sich aufgrund seines niedlichen Aussehens und seiner friedlichen Lebensweise großer
Beliebtheit. Er ist ein Symbol für naturnahe Gärten, denn nur dort fühlt sich der nützliche Bewohner wohl und findet genügend Nahrung. Wie geht es dem Igel in Bayern? Machen Sie mit und
melden Sie uns Ihre Igel! Jetzt mitmachen!
Besonders im Herbst sehen wir die Igel oft in den Abendstunden. Bis die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen, sind die Igel auf Nahrungssuche, um sich den nötigen Fettvorrat für den bald
anstehenden Winterschlaf anzufressen. Dabei überqueren die stacheligen Gartenbewohner auch immer wieder Straßen, die für sie oft zur tödlichen Falle werden. Wenn Sie dem Igel jedoch in
Ihrem Garten ausreichend Unterschlupf und Nahrung bieten, müssen die Tiere sich erst gar nicht auf die gefährlichen Wanderungen begeben.
Der LBV gibt Ihnen daher Experten-Tipps, wie Sie ganz einfach eine Igelburg selber bauen und wie Sie richtig zufüttern. Wir sagen Ihnen außerdem, wie Sie Igelfutter ganz einfach selbst machen,
warum Igel kein Obst essen und warum Sie Ihnen niemals Milch zu trinken geben dürfen. So überstehen die beliebten Tiere sicher und gut gerüstet die kalte Jahreszeit.
Igel sind als Wildtiere und in der Natur am besten aufgehoben. Auch rechtlich ist es verboten, Wildtiere aus der Natur zu entnehmen. Sie sollten einen Igel nur aufnehmen, wenn es unbedingt nötig ist. Nach der Genesung muss er wieder ausgewildert werden.
So erkennen Sie hilfsbedürftige Igel:
Wichtig ist immer die Witterung! Einen abgemagerten Igel erkennt man wie folgt:
Nach Wintereinbruch herumlaufende Igel sind meist tagsüber unterwegs. Es handelt sich dann meistens um kranke oder schwache Alttiere, oft sind es aber auch Jungtiere, die spät geboren wurden, oft auch krank sind und sich wegen des geringen Nahrungsangebots im Spätherbst kein für den Winterschlaf ausreichendes Fettpolster anfressen konnten.
Um Jungtiere im Herbst bei milder Witterung zu unterstützen kann man ihnen mit Zufütterung helfen. Angeboten werden sollte das Futter bestenfalls in einem speziellen Igelfutterhaus, damit es nicht von anderen Tieren gefressen wird. Geeignet ist Katzenfutter mit einem Fleischanteil von mindestens 60% ohne Gelee oder Soße, Rührei, Hackfleisch oder Hähnchen jeweils ohne Gewürze. Getrocknete Insekten sollten nur als Mischung angeboten werden (nicht nur Mehlwürmer(. Bei fertigen Igelfuttermischungen muss unbedingt auf die Inhaltsstoffe geachtet werden, weil die meisten angebotenen Mischungen leider völlig ungeeignet sind! Getreide, Nüsse, Obst oder Milch sind für den Igel schädlich!
Wichtig ist vor allem auch, dass im Winter keine schon länger bestehenden Laub-, Reisig- oder Holzhaufen verbrannt oder zerstört werden, denn auch da können sich Igel befinden. So werden sie in ihrem Winterschlaf gestört oder schlimmer noch, getötet.
Ein Igel der bei Kalter Witterung kein trockenes Nest hat, hat keine Chance mehr ein neues trockenes gut isoliertes Nest zu bauen.
Kontakt zu unserer Igelbeauftragten mit Igelpflegestelle der LBV-Kreisgruppe Tirschenreuth, Ramona Schröppel: die_stachelkugeln@web.de
Der LBV bietet wochentags eine kompetente, kostenlose Beratung zu Naturschutzthemen an. Das LBV-Naturtelefon ist montags bis freitags jeweils von 9 bis 11 Uhr und von 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 09174/4775-5000 erreichbar.
Alle Naturbegeisterten und Engagierten sollten sich die Nummer des LBV-Naturtelefons notieren – als direkten Draht zum Naturschutz, als kompetente Info-Hotline des LBV.